
Du springst ein, denkst mit und merkst, was liegen bleibt. Das Team schätzt dich. Manchmal fragst du dich trotzdem, wann aus deinem Können eine dauerhafte Zusatzaufgabe geworden ist.
Verlässlichkeit ist keine unbegrenzte Ressource
Wer Aufgaben schnell übernimmt, wird oft zuerst gefragt. Das muss keine böse Absicht sein. Es kann eine Gewohnheit werden, die niemand mehr prüft.
Schau auf konkrete Beispiele: Welche Aufgabe kommt wiederholt zusätzlich? Was wird dafür verschoben? Und ist die Verantwortung überhaupt deiner Rolle zugeordnet?
Bleib klar, bevor du ärgerlich wirst
Ein möglicher Satz: „Ich kann das heute übernehmen. Für die nächsten Wochen brauchen wir aber eine andere Verteilung.“ Damit machst du den Unterschied zwischen einer Ausnahme und einem neuen Standard sichtbar.
Wenn du nicht übernehmen kannst, nenne den Umfang: „Meine vereinbarten Aufgaben sind bereits ausgelastet. Welche Priorität soll sich ändern?“
Du musst deine Zuverlässigkeit nicht abschaffen. Du darfst sie in einen Rahmen bringen, der sie dauerhaft möglich macht. Gute Zusammenarbeit erkennt auch die Arbeit, die jemand nicht mehr still zusätzlich erledigt.