Was die Septemberzahlen zeigen
Das SECO veröffentlichte am 6. Oktober 2026 die Schweizer Arbeitsmarktzahlen für September. Bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren waren 140’480 Menschen arbeitslos registriert. Das sind 1’064 weniger als im August, aber 7’247 mehr als im September des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote blieb bei 3,0 Prozent.
Bereinigt um saisonale Einflüsse lag die Quote bei 3,1 Prozent. Diese zweite Zahl hilft, regelmässige Schwankungen im Jahresverlauf von anderen Veränderungen zu unterscheiden. Sie beschreibt ebenfalls den gesamten Arbeitsmarkt und nicht einzelne soziale Berufe.
Bei den 15- bis 24-Jährigen waren 14’346 Menschen arbeitslos registriert. Die Zahl sank gegenüber August um 332, lag aber um 485 über dem Vorjahresmonat. Bei den 50- bis 64-Jährigen waren es 38’482 Menschen, ebenfalls weniger als im Vormonat und mehr als ein Jahr zuvor.
Arbeitslos ist nicht dasselbe wie stellensuchend
Insgesamt registrierte das SECO 227’592 Stellensuchende. Diese Zahl ist grösser als die Zahl der registrierten Arbeitslosen. Die beiden Angaben sollten deshalb in Gesprächen und Präsentationen nicht gleichgesetzt werden.
Bei den RAV waren ausserdem 44’199 offene Stellen gemeldet. Das ist kein vollständiges Verzeichnis aller freien Arbeitsplätze in der Schweiz.
Was das für Fachpersonen bedeutet
Die folgende Einordnung stammt von der Sozipedia-Redaktion: Gesamtzahlen sagen wenig darüber aus, welche Stelle zu einer bestimmten Person passt. Wer einen Wechsel überlegt, braucht zusätzlich Informationen zum Arbeitsfeld, zur Region, zum Pensum und zur verlangten Qualifikation.
In einem Beratungsgespräch kann es helfen, drei Dinge getrennt anzusehen: Welche Stellen sind erreichbar? Welche Bedingungen sind im Alltag tragbar? Welche Unterstützung braucht es für eine Bewerbung oder einen Wiedereinstieg? Eine höhere Arbeitslosenzahl ersetzt keine Antwort auf diese Fragen.
Was Arbeitgeber daraus nicht ableiten sollten
Auch diese Einordnung ist redaktionell: Aus einer Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent folgt nicht, dass eine soziale Einrichtung ihre offene Stelle leicht besetzen wird. Berufserfahrung, Aufgabenprofil und Arbeitsbedingungen können sich deutlich unterscheiden. Ein Inserat sollte deshalb konkrete Angaben zu Vergütung, Einarbeitung und Dienstplanung enthalten. Die Gesamtstatistik ist ein Hintergrund für die Personalplanung, keine Prognose für die nächste Bewerbung.