Was mich im Alltag trägt
Konkrete zugängliche Unterstützung statt einer abstrakten Stärkenliste finden.
METHODENWISSEN · CH
Ressourcen sind Fähigkeiten, Erfahrungen, Beziehungen und materielle Möglichkeiten, die eine Person tatsächlich unterstützen können. Eine ressourcenorientierte Sicht betrachtet diese Möglichkeiten gemeinsam mit Belastungen und fehlender Hilfe. Eine Ressource muss erreichbar sein und von der Person als hilfreich erlebt werden.
← Alle MethodenAn der University of Kansas wurde die Strengths Perspective in den 1980er-Jahren entwickelt und 1989 ausdrücklich beschrieben. Diese Tradition richtet Aufmerksamkeit auf Fähigkeiten, Wünsche und zugängliche Unterstützung. Ressourcenorientierung ist eine fachliche Perspektive, kein einheitliches Gesprächsprotokoll.
Wenn Fähigkeiten, Beziehungen oder praktische Unterstützung sichtbar werden sollen. Eine Ressource zählt erst dann als nutzbar, wenn die Person tatsächlich Zugang zu ihr hat.
Unterscheide eigene Fähigkeiten, soziale Unterstützung und praktische Mittel. Fragen Sie nicht nur, was es gibt, sondern auch, was davon nutzbar ist. Kosten, Zugänge, Erschöpfung und widersprüchliche Beziehungen gehören in das Gespräch.
Erfragen Sie konkrete Beispiele statt allgemeiner Stärkenlisten. Unterscheiden Sie persönliche Fähigkeiten, verlässliche Beziehungen und materielle Möglichkeiten. Prüfen Sie Kosten, Erreichbarkeit und Zustimmung. Halten Sie neben vorhandenen Ressourcen auch fehlende Unterstützung fest. Vereinbaren Sie, wer einen Zugang abklärt und wann.
Nicht allgemein nach Stärken fragen, wenn das die Person unter Druck setzt. Bei einem konkreten Alltagserlebnis beginnen. Persönliche, soziale und materielle Unterstützung unterscheiden. Erreichbarkeit prüfen. Eine Ressource darf ambivalent sein und ein Angebot darf abgelehnt werden.
Erkunden Sie neben Fähigkeiten auch Beziehungen, Orte, materielle Mittel und zugängliche Dienste. Eine Ressource hilft nur, wenn die Person sie nutzen kann und möchte. Fragen Sie nach Kosten, Erreichbarkeit, Belastung und möglichen Gegenleistungen.
Eine Frage nach Stärken darf nicht verlangen, dass jemand seine Not positiv formuliert. Nehmen Sie fehlende Kraft ernst. Wenn keine Ressource benannt wird, fragen Sie nach einer kleinen Entlastung oder danach, wer zunächst etwas übernehmen könnte.
Unterscheiden Sie zwischen einer denkbaren Hilfe und einer zugesagten Hilfe. Vereinbaren Sie, wer den Zugang klärt und bis wann eine Rückmeldung erfolgt. Fragen Sie beim nächsten Kontakt nach der tatsächlichen Nutzung und nach Hindernissen, nicht bloss nach Motivation.
Eine Mutter nennt keine eigenen Stärken. Fragen Sie nicht nach einer Liste positiver Eigenschaften, sondern nach einer bewältigten Alltagssituation: «Wie haben Sie gestern dafür gesorgt, dass Ihr Kind zur Schule kam?» Sie nennt Nachbarin, Buskarte und eine vorbereitete Tasche. Unterscheiden Sie gemeinsam eigenes Handeln, Beziehungen und materielle Hilfen. Prüfen Sie, welche Unterstützung tatsächlich weiter verfügbar ist.
Ressourcen sind nicht nur persönliche Fähigkeiten. Eine Buskarte, verlässliche Betreuung und ein zugänglicher Dienst können entscheidend sein. Loben Sie konkrete Handlungen ohne daraus eine Pflicht abzuleiten, alles allein zu schaffen.
Konkrete zugängliche Unterstützung statt einer abstrakten Stärkenliste finden.
Hilfreiche, belastende und fehlende Kontakte unterscheiden.
Erlernte Fähigkeiten anhand konkreter Situationen wahrnehmen.
Erreichbare Entlastung unter realen Bedingungen planen.
Angebote auf Zugang und Passung prüfen.
Unterstützung gemeinsam sichtbar machen, statt Belastungen kleinzureden.
Eine selbst gewählte mutige Alltagshandlung erkennen, ohne Vergleiche mit anderen.
Eine erreichbare Ansprechperson für eine konkrete Alltagsschwierigkeit finden.
Eine selbst gewählte Fähigkeit sichtbar machen, ohne Leistungsdruck.
Fähigkeiten ausserhalb schulischer Leistungsbewertungen anhand konkreter Erfahrungen erkennen.
Einen Erkundungstag anhand eigener Interessen und Unterstützungsfragen vorbereiten.
Eigene Interessen, konkrete Fähigkeiten und notwendige Arbeitsbedingungen benennen.
Eine gewünschte Aktivität an persönliche Energie und Unterstützung anpassen.
Vorhandene Kapazität und fehlende Ressourcen einer konkreten Aufgabe gegenüberstellen.
Beim Einstieg vorhandene Kompetenzen, offene Zuständigkeiten und erreichbare Unterstützung klären.